Sambia, Februar 2026: Im Rahmen des GIZ-Projekts GP SAF Sambia beginnt im Bezirk Kawambwa eine Schulung für Fischzüchter
COFAD bietet in Zusammenarbeit mit der in Kawambwa ansässigen Nichtregierungsorganisation „Success in Community Action“ (SCA) gezielte Kapazitätsaufbau-Maßnahmen für 1.000 kleine Fischzuchtbetriebe in der Provinz Luapula im Norden Sambias an. Die Schulungen basieren auf äußerst praktischen, handlungsorientierten Vorführungen, die es den Fischzüchtern ermöglichen, neue Techniken in den Bereichen Teichvorbereitung, innovative Futterzusammensetzung, Überwachung der Wasserqualität, grundlegende Aufzeichnungen und Betriebsführung direkt anzuwenden. Indem die Fischzüchter in den Mittelpunkt des Lernprozesses gestellt werden, hilft das GP SAF Sambia diesen Produzenten, Vertrauen in verbesserte Aquakulturpraktiken zu gewinnen, mit denen sie ihre Produktionsmengen und Einkommen steigern können.
Ein Schwerpunkt der Schulung war die Integration klimafreundlicher Aquakulturprinzipien. Die COFAD-Ausbilder legten besonderen Wert auf adaptive Praktiken wie die Gestaltung widerstandsfähiger Teiche, Strategien für eine effiziente Wassernutzung, die Auswahl von Arten und Zuchtstämmen, die für sich ändernde klimatische Bedingungen geeignet sind, ein umweltbewusstes Futtermanagement nach dem von Forschern der Universität Wageningen entwickelten „Nutritious Pond Concept“ sowie innovative Erntetechnologien.
Fischzüchter lernen, wie sie klimabedingte Risiken wie Schwankungen in den Niederschlagsmustern und Wassertemperaturen vorhersehen und ihre Bewirtschaftungspläne entsprechend anpassen können. Diese klimaresistenten Fähigkeiten ermöglichen es den Züchtern, die Widerstandsfähigkeit ihrer Betriebe zu stärken und stabilere Erträge über den gesamten Produktionszyklus hinweg zu erzielen.
Die Schulungen haben auch systematisch geschlechtsspezifische Ansätze integriert, um sicherzustellen, dass Frauen – die eine wichtige, aber oft unterschätzte Rolle in der Aquakultur spielen – vollständig einbezogen werden. Durch Diskussionen über die Verteilung der Arbeitslast, den Zugang zu Betriebsmitteln und Marktchancen hilft das Team den Gemeinden dabei, geschlechtsspezifische Hindernisse zu identifizieren und zu beseitigen, die den Beitrag von Frauen zur Aquakultur und ihren Nutzen daraus einschränken. Infolgedessen übernehmen mehr Frauen Führungsrollen in den Bereichen Teichbewirtschaftung, Buchführung und Vermarktung.
Erste Rückmeldungen der teilnehmenden Fischzüchter zeigen, dass die Konzentration auf diese Themen und die Einführung neuartiger Technologien, wie beispielsweise lokal gefertigte Fischfallen, bereits zu spürbaren Verbesserungen in Bezug auf Produktion, Produktivität und Rentabilität geführt haben. Die Züchter berichten von besseren Überlebensraten und effizienteren Fütterungspraktiken, was zu einem stabileren Einkommen beiträgt. Die Ausbilder von COFAD bieten weiterhin Nachbetreuung und Mentoring-Besuche an, um sicherzustellen, dass die Betriebe diese Verbesserungen langfristig aufrechterhalten und ausbauen können.